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Katalog > Kunst- und Kulturwissenschaften > BEITRÄGE ZUR KUNSTWISSENSCHAFT (BZK) > Band 27

Dietrich von Frank

Die "maison de plaisance"

Ihre Entwicklung in Frankreich und Rezeption in Deutschland, dargestellt an ausgewählten Beispielen


456 S., 220 Abb.
EUR 35,- ISBN 978-3-89235-027-9

 

Der ursprünglich ausschließlich französische Gebäudetypus maison de plaisance wird seit etwa 1720 auch in Deutschland zu einem wichtigen Grundrißmuster spätbarocker Profanarchitektur. Im Garten oder Park gelegen und damit ohne direkten wirtschaftlichen Funktionszusammenhang mit dem Schloß- oder Residenzbau folgte das „Lusthaus“ in seiner Form und Ausführung Regeln und Vorgaben einer streng hierarchisch aufgebauten Gesellschaft.

Aufgabe und Ziel des vorliegenden Buches sind sowohl eine eingehende Analyse der Grundrisse als auch eine Bewertung der unterschiedlichen Raumkategorien eines Baugefüges, das zumeist von französischen Architekten und Künstlern an deutschen Fürstenhöfen aufgegriffen wird und in ihren Bauten eine eigene und sehr individuelle Ausprägung erfährt.
Die Ausdeutung des Terminus maison de plaisance macht den Entstehungsprozeß der Gebäudegattung in Frankreich sichtbar und zeigt die Verbindung zu Voraussetzungen der Weiterentwicklung auf. Entscheidenden Anteil daran haben die Muster- und Modellbücher zunächst der französischen und später der deutschen Architekturtheoretiker, aufgrund derer sich eine Abkehr vom hochbarocken Lustgebäude hin zur maison de plaisance vollzieht..
Als charakteristische Beispiele für die maison de plaisance in Deutschland fungieren die Schlösser Falkenlust (Brühl), Wilhelmsthal (Kassel), Sanssouci (Potsdam), Benrath (Düsseldorf), Monrepos (Ludwigsburg), Solitude (Stuttgart) sowie die Amalienburg im Park des Nymphenburger Schlosses in München.