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Volker Krahn
Bartolomeo Bellano
Studien zur Paduaner Plastik des Quattrocento
346 S., 107 Abb. EUR 50,- ISBN 978-3-89235-020-0
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Der Donatello-Schüler Bartolomeo Bellano war während des letzten Drittels des 15. Jahrhunderts der führende Bildhauer in seiner Heimatstadt Padua. Wie wenige Renaissance-Bildhauer arbeitete er in den verschiedensten Materialien. Besonders durch seine Werke in Bronze erlangte er großes Ansehen.
Das Werk Bellanos, dem Vasari in seinen ‘Viten’ ein eigenes Kapitel gewidmet hatte, wird hier zum ersten Mal monographisch behandelt. Aus einer Fülle ungerechtfertigter Zuschreibungen konnte anhand der dokumentierten Arbeiten Bellanos Oeuvre abgegrenzt werden. Es ist durch einen einheitlichen Stil gekennzeichnet, der von Donatellos Spätwerk ausgeht, aber eine individuelle Handschrift zeigt. Obwohl seine Werke in der damals führenden Universitätsstadt Padua entstanden, zeigte sich Bellano kaum vom Humanismus beeinflußt. Er liebte es, leicht verständliche Geschichten zu erzählen, die er mal drastisch, mals liebenswert, oft aber originell darstellte. Einige seiner Werke zeigen Lösungen, die die nächste Generation, darunter seinen Schüler Andrea Riccio, beeinflußten: wie der Reliefzyklus mit alttestamentarischen Szenen im Santo und das große Gelehrten-Grabmal für Pietro Roccabonella. Nicht zuletzt sind die Kleinbronzen Bellanos von Bedeutung, die zu den frühesten Renaissance-Statuetten gehören. |
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